VRK Projekt Freude pflegen – Zwei HHH Clowns stehen mit Pflegekräften, die rote Clownsnasen auf haben, in einer Einrichtung.

Projekt Freude pflegen

Freude pflegen – Entwicklung und Evaluation eines Unterrichtskonzeptes zur Integration in die Pflegeausbildung

So lautet der Titel des gemeinsamen Projekts der Alexianer, der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN (HHH). Gesponsert wird das Projekt durch den Versicherer im Raum der Kirchen.
 

Methoden und Design der Studie

Das Unterrichtskonzept soll mehrere Elemente umfassen: halbjährliche, vierstündige Trainings durch geschulte Trainerinnen, kombiniert mit halbjährlichen Reflexionen des Gelernten durch die Kursleiterinnen sowie eine Smartphone App, die mittels Praxisaufgaben den Transfer des Gelernten in den Arbeitsalltag unterstützt. Das Unterrichtskonzept wird an der Zentralschule für Gesundheit in Münster bei drei Pflegeklassen durchgeführt (Experimentalgruppe) und mit einer ähnlichen Kohorte in Berlin (Kontrollgruppe) verglichen, in der das Unterrichtskonzept nicht durchgeführt wird. Das Projekt ist für eine Dauer von 5 Jahren ausgelegt. Angestrebt wird eine Verstetigung und Verbreitung des Konzeptes in der Pflegeausbildung.
 

Lösungsansatz

Hier setzt das Projekt an: Wir entwickeln und evaluieren ein Unterrichtskonzept zur Integration in die Pflegeausbildung, das systematisch auf eine Verbesserung des eigenen Umgangs mit den herausfordernden Arbeitsumständen hinwirkt.
 

Relevanz & Hintergrund

Der Pflegeberuf rückt aktuell immer stärker in den Fokus öffentlichen Interesses, Medien sprechen von einem Pflegenotstand. 2017 waren bundesweit circa 38.000 Stellen in der Pflege unbesetzt, während die Ausbildungszahlen sinken und der Bedarf an Pflegekräften absehbar nicht gedeckt werden kann. 20 % der jüngeren, professionell Pflegenden in Krankenhäusern denken über einen Berufsausstieg nach. Dies liegt nicht zuletzt auch an den hohen körperlichen und emotionalen Anforderungen im Pflegeberuf. Die emotionalen Anforderungen bestehen in der regelmäßigen Konfrontation mit den Themen Tod, Krankheit und leidende Menschen, wie auch im Umgang mit aggressiven und unfreundlichen Patienten. Zudem wirken sich quantitative Anforderungen, wie eine zunehmende Arbeitsverdichtung und das Gefühl, nicht ausreichend Zeit für die Patienten zu haben, negativ auf ein motivierendes Arbeitsklima und die Arbeitszufriedenheit aus.

* Foto: Michael Fuchs 

Alexianer

Die Alexianer stellen mit der Beteiligung der Schulen in Münster und Berlin einen optimalen Rahmen für die Untersuchung der Interventionen bereit. „Wir müssen die Menschen, die für uns arbeiten, darin fördern, ihre persönlichen Potenziale zu entwickeln.“ Bei den Alexianern arbeiten 15.000 Menschen in mehr als 165 verschiedenen Berufen. Die Arbeit der Alexianer basiert auf der über 800-jährigen Geschichte der Ordensbrüder. „Ihr christliches Menschenbild bestimmt unsere Haltung auch im hochprofessionalisierten Alltag einer Klinik oder Pflegeeinrichtung der heutigen Zeit. In unserer Branche sind wir in besonderer Weise auf das Engagement und Potenzial unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen. Wir schaffen ihnen ein Umfeld, in das sie sich mit ihren Stärken einbringen können: ein liberales und entwicklungsfreundliches Arbeitsklima. Nur so können wir der besonderen sozialen Verantwortung gerecht werden, die in der Natur unserer Arbeit liegt.“

www.alexianer.de

www.alexianer.de

VRK – Logo Alexianer

www.alexianer.de Alexianer – Ein verlässlicher Partner.

Ruhr-Universität Bochum

Die Ruhr-Universität Bochum hat Expertise in der Entwicklung und Evaluation psychologischer Interventionen. Sie berät in der Entwicklung des Unterrichtskonzepts und führt die Evaluation durch. „Es ist die Vernetzung zwischen Menschen und ihrem Know-how, die die RUB ausmacht.“ Mitten in der dynamischen Metropolregion Ruhrgebiet, im Herzen Europas gelegen, ist die RUB mit ihren 20 Fakultäten Heimat von über 43.000 Studierenden aus über 130 Ländern.

www.rub.de

www.rub.de

VRK – Logo Ruhr-Universität Bochum

www.rub.de Ruhr-Universität Bochum

HUMOR HILFT HEILEN

Die Stiftung HHH bringt ihre Expertise zu Humorinterventionen in medizinischen Einrichtungen, wie auch ausgebildete Humortrainer in das Projekt ein.
Die von Dr. Eckart von Hirschhausen gegründete Stiftung HUMOR HILFT HEILEN hat sich zur Aufgabe gemacht, mehr Menschlichkeit in jeder Lebensphase in die Medizin zu bringen: Vor rund 20 Jahren kam die Idee nach Deutschland, Clowns in Krankenhäuser zu bringen. Gesunde können sich kranklachen – und Kranke gesund. Professionelle Klinikclowns bringen Leichtigkeit, muntern kleine und große Patienten auf und stärken Hoffnung und Lebensmut.
Dr. Eckart von Hirschhausen unterstützt diese Idee mit bundesweiten Projekten und Aktivitäten seit 2008 mit der Stiftung HHH. Mit renommierten Instituten und Hochschulen begleitet HHH seine Projekte wissenschaftlich.

www.humorhilftheilen.de

www.humorhilftheilen.de

VRK – HUMOR HILFT HEILEN Logo

www.humorhilftheilen.de HHH, sprechen Sie das mal laut aus!